Abbruch Fassade

Am Samstag, 9. November wurden die letzten Fassadenelemente vom 1. und 2. Obergeschoss abgebrochen. Ein grosser Greifbagger hat die Fenster gepackt und in den Arealhof geschmissen – das ging Ruck-Zuck. Nun ist die ganze Fassade zum Arealhof bereits verschwunden.

Einmal greifen und weg damit. Der Abbruch der Fassade vom 1. und 2. Obergeschoss dauerte bloss einen Vormittag lang.

Beim Silo wurden zudem alle Eternitplatten demoniert. Dazu wurde eigens ein Gerüst aufgebaut, welches schon wieder abmontiert wird, damit gegen Ende November ein noch grösserer Bagger das Silo abbrechen kann. 😃

Video

Ein kurzes Zeitraffervideo zeigt dir den Fortschritt aus den letzten Wochen. Ich werde es später mit dem Silo-Abbruch ergänzen.

Provisorische Stützen und neue Einblicke

Baumstämme um das Silo im 2. Obergeschoss.

Ein provisorischer Wald

Im Moment werden rund 140 Baumstämme rund um das Treppenhaus und das Silo über alle Stockwerke verteilt eingebaut, um das Gebäude während des Abbruchs zu stabilisieren. Ein solcher Baumstamm kann bis zu 20 Tonnen Gewicht aufnehmen. Das ist mehr als dem bestehenden Unterlagsboden zugetraut wird: dieser wurde im Bereich der Stützen entfernt, die Bäume wurden direkt auf der Betonplatte mit Keilen fixiert und das Loch mit Zement ausgegossen. So bleiben die Stämme auch bei den erwarteten Erschütterungen da wo sie hingehören.

Stadtbachkanal ist abgebrochen

Der Bagger mit der Beisszange zerkleinert Reste des Stadtbachkanals. Von oben hängt ein „Balkon“ ins Bild, welcher im 1. OG als Plattform für Schuttmulden diente.

Der hofseitige Vorbau der Güterstrasse 8, in welchem auch der ehemalige Kanal des Stadtbachs verläuft, wurde abgebrochen. Im Moment wird an einem Durchbruch weiter ins 3. UG gearbeitet, damit Material für erste statische Wände mit dem Kran eingebracht werden kann. Jetzt lässt sich schon die Dimension der Arkade im oberen Hofgeschoss und die Situation mit den Lichthöfen im unteren Hofgeschoss erahnen.

Blick aus dem 2. UG (Unteres Hofgeschoss) Richtung Hof. Die Lichthöfe werden fast zwei Stützenabstände lang und etwa doppelt so tief wie der Abstand von der Stütze zur äusseren Mauer.

Kran #1 ist aufgestellt

Letzten Donnerstag wurde der erste Kran an der Güterstrasse aufgestellt. Die Montage dauerte einen ganzen Tag lang, bis in den Abend hinein. Bereits zuvor wurde für den Kran ein eigenes Fundament betoniert. Nun ist von weitem erkennbar, dass es mit der Baustelle los geht!

Obwohl der Kran gross wirkt, reicht er nicht aus. Ein zweiter Kran wird etwas später auf der Hofseite im Bereich vor dem Silo aufgestellt.

Update Vorher/Nachher-Serie: Hier muss ich mit neuen Beiträgen zuwarten, bis wir über ein aktualisiertes 3D-Modell verfügen, indem auch die Farben und Materialisierungen der Oberflächen besser mit dem Bauprojekt übereinstimmen. Sobald wir dieses bekommen, werde ich die nächsten Beiträge veröffentlichen können.

Vorbereitungen und Schadstoffsanierung

Vor dem Silo erhöht die Abbruchfirma das Terrain, damit ihre Maschinen das obere Ende des Silos erreichen können.

Aktuelles von der Baustelle

Vor gut drei Wochen haben die Arbeiten an der Güterstrasse 8 begonnen, noch sieht man keine grossen Veränderungen. Bevor es dann richtig losgeht mit dem Abbruch müssen verschiedene Vorbereitungsarbeiten gemacht werden:

Wasser und Strom für die Baustelle

Die Stromversorgung der Baustelle ist keine Kleinigkeit…

Als Vorbereitung der Abbrucharbeiten mussten Wasser und Strom im Gebäude ausgeschaltet und sämtliche Wasser- und Heizungsleitungen entleert werden. Für die Strom- und Wasserversorgung der Baustelle wurden Provisorien errichtet. Eine provisorische Stromversorgung in einem so grossen Gebäude ist natürlich ziemlich aufwändig. Im Treppenhaus und den Kellergeschossen musste zusätzlich auch noch eine provisorische Beleuchtung installiert werden und der grosse Warenlift wurde ebenfalls wieder in Betrieb genommen.

Schadstoffsanierung

Eine Schleuse mit vier Kammern und Dusche trennt den Bereich im EG in welchem asbesthaltige Böden entfernt werden müssen von der Aussenwelt.
Orange Tags: Bauarbeiter warnen vor Asbest
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In den Sechzigerjahren, als die Güterstrasse 8 gebaut wurde, wurde die Wunderfaser Asbest in allen möglichen Baustoffen verwendet. Mittlerweile ist bekannt das Asbestfasern für schwere Krankheiten verantwortlich sind. Solange die asbesthaltigen Bauteile nicht verändert wurden ging keine Gefahr von ihnen aus, für den Abbruch müssen sie nun aber unter grossen Sicherheitsmassnahmen entfernt werden. Asbest findet sich in unserem Haus in kleinen Bereichen in Bodenbelägen, Isolationen, Sicherungskästen, Abdichtungsfugen und im Fliessenkleber. Neben Asbest gibt es auch einige Bauteile welche mit Schwermetall und anderen Schadstoffen belastet sind. Wenn die Sanierung abgeschlossen ist haben wir ein „sauberes“ Gebäude für einen sicheren Umbau und eine Grundlage für ein gesundes Wohnklima in Zukunft.