Dachterrasse und Aufstockung

Wenig wird die Aussicht von unserer Dachterrasse stören. Vielleicht der Gurten, der das Alpenpanorama zwischen Berner und Freiburger Alpen unterbricht 😉.

Und Sonne wird sowieso genügend vorhanden sein. Für ausreichend Schatten sorgt eine grosszügige Pergola, auf der unsere eigene Photovoltaik Anlage montiert ist. Die Mieter*innen verpflichten sich, Strom der Genossenschaft zu beziehen.

Weiter steht eine Dachküche allen Bewohner*innen zu Verfügung, um Festli zu feiern oder einfach den Sommerabend beim Grillieren auf der Dachterrasse zu geniessen.

Das Titelbild zeigt ungefähr die Höhe der Dachterrasse. Im Hintergrund seht ihr zur Orientierung die Profilierung der Terrasse und der Pergola.

Neben der Pergola und der Dachküche/Terrasse wird es aber auch offene Flächen geben. Da wird ein Dachgarten entstehen, Beeren, Tomaten, eigener Honig, im Sommer draussen schlafen – dies ist alles noch nicht definiert. Ein partizipativer Planungsprozess ist dazu ab Sommer/ Herbst 2020 geplant.

Grundriss Dachterrasse als PDF anschauen. Die Pergola liegt im Bereich der Stützen (schwarze Punkte).

Blick von der Dachterrasse Richtung «Holligerplatz»

Hier wird die Fassade der Aufstockung entstehen. Zahlreiche Balkone werden für eine luftige Aussicht aus den Wohnungen sorgen.

Balkone im 3. Obergeschoss

Das 3. Obergeschoss ist das Erste der dreistöckigen neuen Aufstockung aus Holz. Gegenüber dem Bestand ist es auf der Seite gegen den Holligerhof, wie auch auf der Seite Güterstrasse etwas nach Innen versetzt. Dadurch wirkt die Fassade vom Hof aus gesehen weniger wuchtig.

Fürs Wohnen spannender ist aber, dass dadurch im 3. Obergeschoss grosse Balkone entstehen, die über die ganze Länge verbunden sind. Das nachfolgende Bild zeigt die Lage und Aussicht dieser Balkone. Zuhinterst ist dann die Profilierung der zurückversetzten Aufstockung erkennbar.

Aussicht von der Terrasse im 3. Obergeschoss. Am Horizont ist der Gurten markant in Sicht.
Aussicht von der anderen Seite der Terrasse im 3. Obergeschoss Richtung Bahngeleise und Bremgartenwald.
Dach Bestand im Juli 2019
Dach im November 2019. Der Abbruch des Silos wird vorbereitet.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die durchs ganze Gebäude führt. Die meisten Bilder sind kurz vor Baubeginn im Sommer 2019 entstanden. Weitere Beiträge:

Güterstrasse 8 – Bilder aus der Zwischennutzung

Bevor aus der Güterstrasse 8 eine Baustelle wurde, konnten wir den 2. Stock des Gebäudes während vier Jahren zwischen nutzen. In diesen Räumen haben wir während unzähligen Stunden unsere Genossenschaft geplant. Wir haben Wohnträume geteilt, Berechnungen verglichen, debattiert und auch mal gestritten. Von den ersten Skizzen bis zum fertigen Bauprojekt – hier sahen wir das Haus entstehen. Und das haben wir auch immer mal wieder zünftig gefeiert: vom Weihnachtessen bis zum Spatenstich.

Daneben hat sich in der Zwischennutzung eine bunte Gruppe an Kollektiven, Bands, Ateliers, Künstler und Büros zusammengefunden, die den Räumen Leben eingehaucht hat mit Parties, Performances, Workshops und vielem mehr.

Taucht ein in unsere «Zuhause vor dem Zuhause». Ein grosses Dankeschön an alle, die so viel Herzblut in diese Zeiten gesteckt haben.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die vor Baubeginn durchs ganze Gebäude führt. Weitere Beiträge:

Zwischennutzung März 2018

Warmbächli Retraite November 2018

Festli

Diese Bilder stammen aus unserem Warmbächli Fotoarchiv. Die Fotograf*innen der Bilder sind unbekannt.

(Wohn)räume

Kurz vor Baubeginn bin ich im Sommer 2019 nochmal durchs Haus gegangen, um den rohen Charme der alten Güterstrasse 8 mitzunehmen. Die Bilder unten zeigen Räume, die jetzt umgebaut werden und geben so Einblick in das Raumgefühl der Wohnungen, die im nächsten Jahr entstehen.

Details und Grundrisse zu den geplanten Wohnungen findest du hier.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die vor Baubeginn durchs ganze Gebäude führt. Weitere Beiträge:

Juli und August 2019

November 2019

Einige dieser Bilder lassen sich mit denen oben vom Sommer 2019 vergleichen. Ich habe sie vom gleichen Standort aufgenommen.

Dezember 2019

Ab Herbst 2021

Blick in Küche und Wohnbereich im EG (Bestand, Raumhöhe 4.6m). Die Materialisierung kann sich noch ändern. © Visualisierung BHSF Architekten, Stand März 2020.
Blick Blick in Küche und Wohnbereich im 3. OG (Aufstockung aus Holz, Raumhöhe 2.5m). Die Materialisierung kann sich noch ändern. © Visualisierung BHSF Architekten, Stand März 2020.

Eingang Güterstrasse

Auf Seite Güterstrasse führt der Haupteingang über die alte Anlieferungsrampe ins Gebäude. Er liegt ein Stockwerk über dem Eingang vom Holligerhof (dieser liegt im oberen Hofgeschoss). Über ein grosszügiges Foyer und ein Luftraum sind diese beide Erschliessungen/Haupteingänge miteinander verbunden.

Nach dem Betreten des Gebäudes von der Güterstrasse her führt ein Übergang (Brückli) geradeaus zu den Wohnungen und zum Kinderwagen Abstellraum.

Rechts geht die Treppe ins obere Hofgeschoss ab und links davon öffnet sich ein grosser Luftraum mit Sicht ins darunter liegende Foyer im oberen Hofgeschoss. Dieser Luftraum lässt auch Licht nach unten fliessen und schafft eine offene Verbindung zwischen diesen beiden Geschossen.

Grundriss Ebene Güterstrasse, Grau: Erschliessung, alte Anlieferungsrampe. Grün: Wohnungen, Jokerzimmer. Blau: Selbstausbau. Gelb: Waschen, Trocknen, Kinderwagen, WC. Rot: Gewerbe

Grundriss Ebene Güterstrasse (Erdgeschoss) als PDF anschauen.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die durchs ganze Gebäude führt. Die meisten Bilder sind kurz vor Baubeginn im Sommer 2019 entstanden. Weitere Beiträge:

Die 3D-Visualisierungen in diesem Beitrag stimmen in den Farben und Materialisierung nicht mit dem Bauprojekt überein. Die Bilder geben dir aber ein Gefühl für den Raum nach dem Umbau mit. Du kannst erahnen, wie sich das Gebäude verändern wird.

Haupteingang und alte Anlieferungsrampe

Die alte Anlieferungsrampe mit dem Vordach wird bestehen bleiben. In den Anlieferungsbuchten werden oberirdische Velo Parkplätze eingeplant. Eine neue Treppe erschliesst den Haupteingang.

Geamtansicht Anlieferungsrampe, Juli 2019
Bestehende Anlieferungsbuchten

So wird der neue Haupteingang später einmal aussehen. Neue Treppe und rollstuhlgängige Rampe (ganz rechts aussen).

Frontalansicht zum neuen Haupteingang auf Seite Güterstrasse. Gleich rechts davon entsteht die Selbstausbau-Loft.

Foyer

Im Bild unten erkennst du rechts im Aussenraum die neue Treppe, die zum Haupteingang führen wird. Vom Haupteingang führt dann ein Übergang/Brückli zu den Wohnungen. Über eine Treppe nach unten kann das obere Hofgeschoss erreicht werden.

Neben der Treppe zum Haupteingang wird auch eine rollstuhlgängige Rampe entlang des Selbstausbau-Lofts gebaut.

Blick in den Luftraum und in das darunter liegende Foyer.
Foyer im oberen Hofgeschoss. Ungefähr gleicher Aufnahmestandort wie die Aufnahme oben. Gut erkennbar ist der Übergang (das Brückli) vom Haupteingang zu den Wohnungen und die Verbindungstreppe. Ganz links ist der Eingang in den Quartierraum erkennbar.

Blick vom Übergang/Brückli Richtung Haupteingang.

Ebene Güterstrasse, Blick Richtung Haupteingang. Juli 2019
Zwischen diesen Säulenreihen entsteht der Luftraum ins Foyer, ein Jokerzimmer, ein Gewerberaum und zuhinterst die Wohnung 005.
An dieser Stelle wird der Boden abgebrochen, so dass Licht ins obere Hofgeschoss fliessen kann. Die Aufnahme entstand ungefähr vom neuen Übergang/Brückli aus.

Das obere Hofgeschoss ist übrigens tiefer als das Geschoss auf der Ebene Güterstrasse. Es läuft unterirdisch weiter. Im Bild unten stehst du im Foyer (ungefähr direkt unterhalb des Brücklis, siehe Aufnahme oben) und schaust in diesen unterirdischen Gebäudeteil rein. Zuhinterst wird da der Velokeller gebaut.

Vor dem Velokeller und gleich ans Foyer angrenzend entsteht ein Gewerberaum. In diesem wird voraussichtlich unsere Geschäftsstelle einziehen. Ebenfalls ums Foyer angeordnet ist ein Sitzungszimmer und der Quartierraum. Mehr zum oberen Hofgeschoss kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Blick vom oberen Hofgeschoss Richtung Decke. Diese wird zugunsten des Luftraums abgebrochen.

Die letzten beiden Bilder haben ungefähr den gleichen Standort und Blickwinkel. Nur das Geschoss unterscheidet sich. Gut erkennbar ist, dass im oberen Hofgeschoss das Gebäude unter dem Gelände unterkellert ist.

Oberes Hofgeschoss: Arkade, Quartier- und Gewerberäume, Velokeller

Im oberen Hofgeschoss wird eine Arkade mit roten Säulen die Nutzung und Erschliessung beleben. Das Titelbild zeigt die künftige Arkade im Nachmittagslicht. Um diese Arkade und der Haupterschliessung vom Holligerhof gruppieren sich der grosse Holliger Quartierraum, einen Co-Working Space, Sitzungszimmer, eine Kita und eine Velowerkstatt (beides in Abklärung), sowie vielleicht eine soziale Gastronomie.

Grundriss oberes Hofgeschoss, Gelb: Gewerbe, Kita (in Abklärung), Sitzungszimmer und Co-Working-Space. Blau: Quartierraum. Grün: soziale Gastronomie (in Abklärung).

Grundriss oberes Hofgeschoss als PDF anschauen.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die durchs ganze Gebäude führt. Die meisten Bilder sind kurz vor Baubeginn im Sommer 2019 entstanden. Weitere Beiträge:

Arkade und Erschliessung

Für die Arkade wurde das Gebäude im Herbst 2019 geöffnet.

Blick von der Arkade in Richtung Holligerhof.

«Aussicht» vom Quartierraum oder der Gastronomie (in Abklärung) zur Arkade und weiter in den Holligerhof.
Arkade von der einen Gebäudeecke aus gesehen. Zwischen der linken und rechten Säulenreihe wird eine Glasfront den Quartier- und Gewerberaum nach aussen öffnen.

Eine Treppe führt vom Holligerhof zur Arkade und der Haupterschliessung des Gebäudes.

Dieses Bild zeigt die Haupterschliessung vom Gebäudeinnern in Richtung Arkade.

Quartier- und Gewerberäume

Quartierraum im Juli 2019
Quartierraum im November 2019

Im Eckraum soll eine soziale Gastronomie entstehen. Aktuell wird dazu ein Projekt ausgearbeitet. Die 3D-Visualisierung stimmt in den Farben und Materialisierung nicht mit dem Bauprojekt überein. Sie gibt dir aber ein Gefühl, wie der Raum nach dem Umbau aussehen wird.

Velokeller

Im hinteren Gebäudeteil wird über die ganze Länge der Velokeller gebaut. Er wird ebenfalls wie die Einstellhalle mit den Nachbargebäuden verbunden sein. Wird dies die grösste Velogarage der Stadt Bern werden?

Alleine in unserem Gebäude werden 302 Veloparkplätze erstellt: 210 im Velokeller (davon 20 für Spezialvelos) sowie 92 oberirdisch (davon 40 gedeckt und 52 ungedeckt). Im Velokeller wird auch eine Velo-Waschstation gebaut.

Zudem ist eine extern betriebene Velowerkstatt im oberen Hofgeschoss in Abklärung.

Zukünftiger Velokeller

Bestand erhalten: Lohnt sich das?

An der Güterstrasse steht im Moment nur noch ein Betonskelett mit vielen Löchern drin. Immer wieder kommt die Frage auf: Wäre es nicht einfacher/günstiger/besser/nachhaltiger gewesen das Gebäude komplett abzureissen und neu anzufangen?

Was bleibt, was kommt weg?

Mit dem Schieber kannst du zwischen dem Foto des übrig gebliebenen Bestands und der Visualisierung des fertigen Gebäudes wechseln. Die Ruine wird aufgestockt und bekommt ein neues Kleid. Visualisierung Fassade: BHSF Architekten

Lohnt sich das? Schwierige Frage

Neben der Fassade und dem Silo wurden auch alle inneren Wände und Einbauten entfernt.

Ich hab mich sehr schwer getan mit dem Schreiben dieses Beitrags, das Thema ist komplex. Die Frage ist hypothetisch, absolut berechtigt, sehr vielschichtig und nicht abschliessend zu beantworten – mal abgesehen von der Antwort «der Erhalt war eine städtebauliche Vorgabe, wir hatten keine Wahl».

Ein grosses Problem bei dieser Frage ist: Mit was vergleichen wir den geplanten Ist-Zustand? Beim Planen eines Neubaus wären uns 3.6 und 4.6 Meter Raumhöhe für Wohnungen nicht mal im Traum in den Sinn gekommen, und auch 24m Gebäudetiefe, wie im jetzigen Bestand hätten wir wohl nicht geplant. Die Kellergeschosse wären bei einer neuen Planung selbstverständlich auch massiv kleiner ausgefallen. Ein Vergleich mit einem gleichartigen Neubau ergibt also keinen Sinn.

Auch ein Vergleich mit einem «vernünftigen» Neubau am selben Ort ist schwierig. Die ökologischen und ökonomischen Kosten für den Rückbau müssen einbezogen werden – wir könnten ja auch dann nicht auf der grünen Wiese bauen.

Ich habe trotzdem versucht ein paar Aspekte zusammenzutragen und hier darzulegen.

Zahlen

Ich habe bei den Zahlen den Schwerpunkt auf Beton gelegt. Es sind natürlich auch ganz viele andere Materialien in den Rück- und Aufbau involviert, aber Beton macht beim Erhalt des Bestandes sicher den grössten Brocken aus. Die Zahlen sind aus verschiedenen Quellen und nicht unbedingt präzise, insbesondere die Menge Betonabbruch ist noch nicht sehr präzis.

in Tonnenin Kubikmeter
Beton der stehen bleibtca. 21’250ca. 8’500
Beton der abgebrochen wirdca. 5’000ca. 2’000
Beton der neu eingebaut wirdca. 9’250ca. 3’700

Auch wenn es aussieht als ob nicht viel stehen bleibt, ist dem also nicht so. Viel Beton ist natürlich auch in den Fundamenten und Untergeschossen verbaut und nicht auf den ersten Blick sichtbar.

Hier doch noch ein paar weitere Zahlen zum Ausmass des Rückbaus anderer Materialien.

Metalle200 Tonnen
Inertstoffe (v.a. Backstein)2000 Tonnen
Gips/Leichtbausteine90 Tonnen
Altholz200-500 m3

Überlegungen

Da auch die aussteifenden Kerne entfernt wurden, muss das Skelett temporär mit Baumstämmen stabilisiert werden.

Laut unserem Bauphysiker Pius Leuba (Grolimund+Partner) konnten wir mit dem Aushub und den Fundamenten, die wir übernommen haben, sehr viel graue Energie einsparen. Geschmälert wird die Einsparung durch die betonierten, neuen Treppenhauskerne, welche wegen der Erdbebenertüchtigung des Gebäudes sehr massiv sein müssen. Die hohen Geschosse ergeben bei allen Innen- und Aussenwänden grössere Flächen, das braucht mehr Material, also auch mehr Energie in der Herstellung. Ob der Erhalt wirklich ein Gebäude mit einem kleineren ökologischen Fussabdruck ergibt als ein vernünftiger Neubau mit gleich viel Wohn- und Gewerbebau? Schwer zu sagen.

Das selbe gilt für die Kosten. Wir haben uns Kostenziele gesetzt und mussten in der Planungsphase hart Sparpotentiale suchen. Die Mieten sind vertretbar, aber es gibt Beispiele die zeigen, dass Neubauten günstiger (pro m2 Wohnfläche) sein können als unser Umbau. Wäre das aber auf unserm Baufeld möglich gewesen? Und welche Qualitäten bieten wir zusätzlich mit unserem Umbau?

Der Erhalt des Bestandes bringt klar Qualitäten. Wir ziehen in ein Haus mit Geschichte, das Gebäude wird weiterhin die Proportionen eines Industriebaus haben, auf Seite Güterstrasse erinnern die Lieferrampe und im Innern die dicken Säulen an die Nutzung als Lagerhaus. Viele von uns haben in dem Haus vor dem Umbau als Zwischennutzer*innen schon unzählige Sitzungen abgehalten, Feste gefeiert und auch gearbeitet.
Die hohen Räume bieten Wohnqualität die wir uns in einem Neubau nicht geleistet hätten und die Gebäudetiefe führt zu Grundrissen die mehr Platz für Stauraum (Reduits!) bieten.

Fazit

Praktischerweise können wir uns ja auf die Vorgaben des Städtebaulichen Wettbewerbs berufen und müssen die Verantwortung für den Entscheid, das Gebäude stehen zu lassen, nicht alleine tragen. Die Würfel sind sowieso schon lange gefallen, es gibt kein Zurück. Ich persönlich bin froh, dass wir gezwungen sind diesen Umbau zu wagen. Der Bestand garantiert, dass wir unkonventionellen Wohnraum schaffen und nicht aus Vorsicht plötzlich mit einem durchschnittlichen Neubau enden.

Für die, die noch mehr «Was wäre wenn…» Fragen diskutieren wollen: Hätten wir das Gebäude auch mit sehr sanften Umbaumassnahmen in guten, nachhaltigen Wohnraum verwandeln können? Einiges spricht dagegen, spannend ist die Frage trotzdem.

Was meint Ihr?

Ich würd mich auf Meinungen, Fragen und Diskussionen in der Kommentarspalte freuen. Schreibt was ihr zu diesem Thema denkt!

Fotos: Daniel Kaufmann

Unteres Hofgeschoss: Lichthöfe, Gewerberäume und Einstellhalle

Dieser Blogeintrag wurde ursprünglich am 26. August 2019 veröffentlicht und am 29. April 2020 mit neuen Bildern und Infos ergänzt.

Das Kellergeschoss machte den Start zur Vorher/Nachher-Bilderserie. Nun bist du ein Stockwerk weiter oben, im unteren Hofgeschoss.

Dieses besteht im hinteren Teil aus der Einstellhalle, die mit den Baufeldern O1 und O3 verbunden ist. Das Titelbild oben zeigt dir den Ort der zukünftigen Tiefgarage. Je links und rechts der ersten Säulenreihe wird eine Fahrspur vorbeiführen und seitliche Einstellplätze bieten. Im Rücken des Bildes gehts ins O1 weiter.

Grundriss unteres Hofgeschoss: die Gewerberäume sind gelb eingefärbt, die zwei Lichthöfe rot. Die zwei blauen Räume sind Quartierräume der Siedlung Holliger.

Grundriss Unteres Hofgeschoss als PDF anschauen

Update September 2019: Die 3D-Visualisierungen in diesem Beitrag stimmen in der Farbe und Materialisierung nicht mit dem Bauprojekt überein. Die Bilder geben dir aber ein Gefühl für den Raum nach dem Umbau mit. Du kannst erahnen, wie sich das Gebäude verändern wird.

Lichthöfe

Alle Gewerbe- und Quartierräume im unteren Hofgeschoss gruppieren sich um die zwei Lichthöfe. Eine 4.70m hohe Glasfront, an der entlang die einzelnen Gewerbe- und Quartierräume liegen, lässt Licht ins Gebäudeinnere strömen. Im nächsten Bild ist die Glasfront auf der linken Seite gut erkennbar. Ganz links ist zudem die Erschliessung ins untere Hofgeschoss sichtbar, welche im nächsten Abschnitt noch genauer gezeigt wird.

So wird der Lichthof nach dem Umbau aussehen. Farbe und Materialisierung stimmen allerdings nicht mit dem Bauprojekt überein.
Dezember 2019: Die Lichthöfe lassen sich bereits erahnen.

Erschliessung

Über den linken Innenhof wird es möglich sein das Gebäude vom Holligerhof übers untere Hofgeschoss zu betreten. Die Haupterschliessung für alle Bewohner*innen und Besucher*innen entsteht dann aber weiter oben im oberen Hofgeschoss und EG. Mehr dazu später.

Die Kalksandsteinmauer wird abgebrochen, das Gebäude öffnet sich hofseitig. Übrig bleiben die Säulen. Die neue Glastfront lässt viel Licht ins untere Hofgeschoss strömen.

Da das Gebäude mit einem regelmässigen Säulenraster gebaut ist (alle 6.20m steht eine Stütze) ist der Blick aus einem Gewerberaum vergleichbar mit dieser Eingangssituation. Anhand der Türe bekommst du ein gutes Gefühl für die hohe Raumhöhe.

Erschliessung vom unteren Hofgeschoss über den Lichthof in den Holligerhof.

Gewerbe- und Quartierräume

Im vorderen Teil entsteht über die ganze Gebäudelänge ein Teil der Gewerbe- und Quartierräume. Diese liegen im Tiefparterre zur Hofseite. Die Erschliessung läuft einerseits über die zwei grosszügigen Lichthöfe und Treppen, die direkt mit dem Holligerhof verbunden sind, als auch auf der gegenüberliegenden Seite über das Gebäude. Dank den sehr hohen Räumen (4.70m) und den zwei Lichthöfen, verfügen diese Gewerberäume im Soussol trotzdem über viel Tageslicht. Weitere Gewerberäume wird es im oberen Hofgeschoss und im EG geben. Mehr dazu später.

Blick aus einem Gewerberaum (in der nähe der Türe) in den Lichthof hinaus.

So könnte ein Gewerberaum im unteren Hofgeschoss ab Herbst 2021 einmal aussehen.

Gewerberaum (Nr. 9722) im unteren Hofgeschoss mit einer Raumhöhe von 4.70m. Bild: Felix Spuhler
Gewerberaum (Nr. 9722) im unteren Hofgeschoss, Blick vom Lichthof Richtung Eingangstüre (Erschliessung durchs Gebäude). Bild: Felix Spuhler

Bist du interessiert an Gewerberaum im Warmbächli? Dann findest du unter gewerbe.warmbaechli.ch weitere Informationen und kannst dich bewerben.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die durchs ganze Gebäude führt. Die meisten Bilder sind kurz vor Baubeginn im Sommer 2019 entstanden. Weitere Beiträge:

Kellergeschoss: Mieter*innenkeller und Technikräume

Im Juli und August 2019 habe ich das ganze Gebäude von unten bis oben fotografiert. Ich habe nach interessanten Standorten gesucht, die ich vor, während und nach dem Bau vom gleichen Ort fotografieren kann. Diese Standorte werde ich in den nächsten zwei Jahren regelmässig wieder besuchen, um dir hier im Baublog die Baufortschritte zu zeigen.

Du kannst also später einen Vergleich sehen, wie das Gebäude aussah und wie es umgebaut wurde. Cool, oder?

Diese Bilderserien sind im Baublog in der Kategorie Vorher/Nachher abgelegt. Ich werde im Baublog aber auch andere Stimmungsbilder von der Baustelle zeigen. Du wirst auch verfolgen können, wie sich das Gebäude von aussen verändert und wie die Umgebung mit dem Areal-Innenhof entsteht.

Der Anfang dieser Vorher/Nachher-Serie macht das Kellergeschoss (3. Untergeschoss) mit dem Mieter*innenkeller (Titelbild oben) und einem Technikraum. In den nächsten Wochen werde ich schrittweise die Bilder aus den anderen Stockwerken aufbereiten. Sogar die Aussicht von der Dachterrasse im 5. Obergeschoss werde ich dir zeigen können, bevor die Aufstockung überhaupt gebaut ist.

Viel Vergnügen!

Dänu

Technikraum
Grundriss 3. Untergeschoss

Kellergeschoss als PDF anschauen.

Dieser Beitrag ist Teil einer Vorher/Nachher Serie, die durchs ganze Gebäude führt. Die meisten Bilder sind kurz vor Baubeginn im Sommer 2019 entstanden. Weitere Beiträge: