Innere Erschliessung des Gebäudes

Wer erkennt, wo dieses Bild aufgenommen wurde? Ihr könnt eure Vermutungen unten bei den Kommentaren hinschreiben. Ich bin gespannt.

Auf der Baustelle sind seit Oktober alle Treppen im Gebäudeinnern eingebaut und einige neue Mauern erstellt (viele weitere werden in den nächsten Monaten folgen). In den Gewerbegeschosse sind die Erschliessungswege trotzdem bereits gut erkennbar. Dieser Beitrag zeigt aktuelle Bilder und gibt ein Update über die künftigen Fusswege durchs Gebäude. Die Bilder sind vom Oktober 2020, sofern nicht speziell erwähnt.

Die Grundrisse zu den einzelnen Stockwerken sind jeweils vermerkt oder für alle Stockwerke hier einsehbar.

Dachterrasse und Wohngeschosse

In den Wohngeschossen ist erst wenig sichtbar. Trotzdem zeige ich ein paar Bilder, damit dieser Beitrag von zuoberst bis zuunterst durchs ganze Gebäude führt.

Siehe auch Die Treppenhäuser wachsen

In diesem Betonwürfel führt das Treppenhaus bis hinauf zur Dachterrasse. Auf der rechten Seite sind Wohnungseingänge sichtbar. Aktuell montiert der Holzbauer die Wohnungswände im 3. Obergeschoss. Im Vordergrund sind die Befestigungswinkel dazu erkennbar.
Treppenhaus auf Höhe Dachterrasse mit Blick Richtung Alpen.
Treppenhaus zu den Wohnungen in den Bestandgeschosse (Sommer 2020)

Haupteingang Güterstrasse

Auf Höhe Güterstrasse führt eine Treppe auf die Rampe (Treppe ist noch nicht gebaut) zum Haupteingang. Von diesem geht es geradeaus ins Wohngeschoss sowie rechts über eine offene Treppe nach unten ins Foyer zu den Quartier- und Gewerberäume und weiter in den Holliger Innenhof. Im verlinkten Beitrag «Eingang Güterstrasse» gibt es dazu weitere Bilder und Infos.

Siehe auch Eingang Güterstrasse
sowie Grundriss Erdgeschoss

Der Haupteingang wird in der hinteren Bildmitte (links der mittleren Holzstütze) gebaut. Von der mittleren Holzsäule verdeckt, ist der direkte Eingang in die Selbstausbauloft erkennbar. Die Treppe auf die Rampe ist noch nicht gebaut.
Dieses Bild zeigt den Blick von innen Richtung Haupteingang. Links führt eine Treppe in die Gewerbe-/Hofgeschosse. Im Vordergrund rechts (beim schwarzen Schlauch) wird der Betonboden noch weggeschnitten, damit der Blick ins Foyer frei wird.

Oberes Hofgeschoss

Im Hofgeschoss kreuzen sich in der Mitte des Gebäudes im zentral gelegenen Foyer die Erschliessungswege. Die eine Querachse führt vom Haupteingang auf Hofseite über eine Treppe zum zweiten Haupteingang bei der Güterstrasse. Längs dazu werden auf einer zweiten Achse die Nebeneingänge und Gewerberäume erschlossen.

Siehe auch Oberes Hofgeschoss: Arkade, Quartier- und Gewerberäume, Velokeller
sowie Grundriss Oberes Hofgeschoss

Blick ins Foyer, die Treppe in der Mitte führt zur Güterstrasse sowie ins untere Gewerbegeschoss. Links hinten ist ein Nebenausgang erkennbar. Ums Foyer gruppieren sich Sitzungszimmer, der grosse Quartierraum, Teeküche und (Co-Working)-Arbeitsplätze.
Entgegengesetzter Blick, in Richtung Haupteingang auf der Holligerhof-Seite. Rechts im Vordergrund die Treppe zur Güterstrasse und ins untere Hofgeschoss. Ganz links (gerade ausserhalb des Bildes) liegt der grosse Quartierraum.
Nochmals eine andere Perspektive ins Foyer. Diesmal von der zweiten Erschliessungsachse, welche längs durchs Stockwerk führt. Der grosse Quartierraum wird bei der hellen Stelle auf der rechten Bildseite gebaut. Hinter der Kamera liegt der Nebenausgang in den Hof in Richtung O1, welcher auf dem obersten Bild in diesem Kapitel sichtbar ist.
Blick in die Erschliessung (Längsachse) im Innern des Gebäudes. Das Foyer befindet sich auf der Rückseite der Kamera. Der Korridor führt zum Nebenausgang beim Aussenlift. Rechts wird eine Türe in den Quartierraum führen. Links entstehen WC, Dusche und Zugänge zum Velokeller.
Entgegengesetzter Blick vom Nebeneingang beim Aussenlift durch die Erschliessung in Richtung Foyer.
Nebenausgang mit «Innenhof» und Aussenlift. Links hinter dem Aussenlift führt eine öffentliche Treppe von der Güterstrasse in den Holligerhof.

Hof und Areal

Vom Hof sind alle grösseren Gewerberäume direkt von aussen über Treppen und Glasfronten erschlossen.

Einfahrt in die Velorampe vom Holligerhof her kommend. Rechts davon steht der Aussenlift.
Blick vom Hof in einer der zwei Lichthöfe. Um diese gruppieren sich die Gewerbe- und Quartierräume.

Unteres Hofgeschoss

Im unteren Hofgeschoss können alle grösseren Gewerbe- und die Quartierräume über Aussentreppen in die Lichthöfe erreicht werden. Und im Gebäudeinnern erschliesst eine Längsachse ähnlich wie im oberen Hofgeschoss alle Gewerberräume zusätzlich von innen, in alle Lager- und Hobbyräume sowie in die Einstellhalle.

Siehe auch Unteres Hofgeschoss: Lichthöfe, Gewerberäume und Einstellhalle
sowie Grundriss Unteres Hofgeschoss

Links beim Gerüst wird eine Aussentreppe direkt in den Lichthof führen.
Diese offene Treppe führt vom unteren Hofgeschoss bis zur Güterstrasse.
Die Treppe ins Foyer von der anderen Seite betrachtet. Links führt die Längsachse in Gewerbe und Hobbyräume sowie in die Einstellhalle.
Gleicher Erschliessungskorridor wie oben links im Bild. Die Türe hinter dem rot/grauen Wassersauger führt in die Einstellhalle.
Zugang in die Einstellhalle. Links und rechts im Zwischenkorridor sind Zugänge in Hobbyräume erkennbar.
Blick in den Erschliessungskorridor auf der anderen Seite des Foyers (dieses ist bei der hellen Lampe im Hintergrund). Alles ist bereits ein wenig schmaler als im oberen Hofgeschoss.


Kellergeschoss

Von den Treppenhäuser führen verwinkelte Gänge in Technik- und Lagerräume sowie in die Mieter*innenkeller.

Siehe auch Kellergeschoss: Mieter*innenkeller und Technikräume und Statische Ertüchtigung
sowie Grundriss Kellergeschoss

Eines von zwei Treppenhäuser, welches bis auf die Dachterrasse führt.
Ganz link die künftige Lifttüre, rechts davon geht es ins zweite Treppenhaus.
Verwinkelte Gänge führen in Lager- und Technikräume.
Schmal und hoch. Teilweise gibt es wegen der statischen Ertüchtigung Rampen (zuunterst in diesem Beitrag gezeigt), um die Niveauunterschiede ausgleichen zu können

Beton Schneidearbeiten

Für einen vertikalen Haustechnikschacht wird die Betondecke aufgeschnitten.

Zurzeit finden auf der Baustelle die letzten Baumeisterarbeiten statt. Eine davon ist das Aufschneiden der Betondecke für Licht- und Haustechnikschächte.

Die folgenden Bilder zeigen das Schneiden des grossen Lichtschachts in den Erschliessungskorridore der Wohnungen auf verschiedenen Stockwerken. Bei diesen Schnitten wird bereits das Endresultat berücksichtigt. Damit der Schnitt später wie aus einem Guss aussieht, wurde im Bereich der Schnittfläche bereits die Ausgleichschicht betoniert und wird gleich mitgeschnitten.

Baustellen-Impressionen September 2020

Mit dem baldigen Abschluss der Betonarbeiten werden die Grundrisse der ersten Wohnungen erkennbar. Zumindest ein klein wenig wird das Raumgefühl spürbar, denn noch fehlen die meisten Zimmerwände, die später als Gipskartonwände erstellt werden. Das Titelbild zeigt die Kind & Kegel Wohnung 001 vom oberen Splitlevel in die Küche/Esszimmer fotografiert.

Weiter sind die Treppenhauskerne erkennbar, welche nun deutlich über die bisherige Gebäudehöhe hinausragen. Der erste Treppenhaus ist fertig, das zweite ebenfalls bald und im Gewerbegeschoss wird der «Innenhof/Aussenraum» zwischen Fassade und Velorampe sichtbar.

Wohnungen, Treppenhäuser und Dachterrasse

Kind & Kegel Wohnung 001 mit 15.5 Zimmer: Entgegengesetzter Blick vom Esszimmer in die zwei Splitlevels. Bei der Wand links im Vordergrund wird später die Küche gebaut.
Wohnungstüren von links nach rechts: 408, 409, 410
Blick vom einen Treppenhaus ins andere. Dazwischen wird später die 10.5 Zimmer grosse Grandhotel Wohnung 404 gebaut.
Blick zuoberst von der Dachterrasse.
Bei diesem Treppenhaus werden gerade die Schalungen im 5. Stock erstellt.
Das zweite Treppenhaus ist bereits fertig gebaut.

Gewerbegeschoss

Arkade im Gewerbegeschoss Richtung Holligerhof. Wer ganz genau schaut sieht oben in der Mitte bereits den ersten Holztäger montiert, auf dem die neue Fassade abgestützt wird.
Gleicher Standort, Kamera nach rechts geschwenkt: Der «Innenhof» zwischen Gewerbefläche und Velorampe. Zuhinterst liegt ein Gewerberaum mit direktem Zugang zum unterirdischen Velokeller.
Ähnliche Blickrichtung, mit besserer Sicht auf die Velorampe. Auf der linken Bildhälfte ist nochmals der Aussenraum zwischen Velorampe und Fassade/Gewerberäume sichtbar.
Entgegengesetzter Blick von der Velorampe in Richtung Hof. Über die Velorampe kann vom Innenhof der Velokeller erreicht werden.
Blick von Höhe der Hofseite in einen Lichthof mit den dahinter liegenden hohen Quartier- und Gewerberäumen.

Baustellen-Impressionen Sommer 2020

Die Böden/Decken der Split-Level WG-Grosswohnungen werden betoniert, die Treppenhäuser-Betonkerne beginnen als Türme über das Gebäude hinauszuragen und beim Aussenlift wird ein letzter Gebäudeteil zurückgebaut.

Zwischen Aussenlift und Fassade wird ein letzter Teil der alten Güterstrasse 8 zurückgebaut.
WG-Wohnung mit Split-Level

Holligerhof

Blick von der Gewerbe-Arkade in den Holligerhof.

Baufeld O3 und U3

Die Profile zweier Nachbargebäude stehen, bald wird nun auch an anderen Orten in der Siedlung Holliger gebaut. Der Baustart für diese zwei Gebäude wird im Herbst 2020 erfolgen.

Das Baufeld O3 rechts im Hintergrund neben dem Warmbächli
Baufeld O3 aus der Nähe
Baufeld U3

Nachtrag August 2020

Im August gastiert der Circus Chnopf und das Säbelibum zum letzten Mal auf der Brache. Die Brache wird immer kleiner, sie müssen ihre Bühnen und Zirkuswagen beinahe schon auf den Baustellen aufbauen. Das allerletzte Brache Abschlussfest wird nun vom 4.–6. September 2020 stattfinden. 😢

Baustellenzmittag

Im letzten Winter hat sich die AG Baustellenküche gegründet mit dem Ziel regelmässig für die Leute auf der Baustelle zu kochen. Nach Corona-bedingten Verzögerungen hat heute die zweite Ausgabe des Baustellenzmittag stattgefunden. Zukünftige Bewohner*innen kochen für die Leute, die unser Haus bauen. Zwei Gruppen von Menschen die wichtig sind für unser Wohnprojekt und sich normalerweise nie begegnen essen zusammen. Der Plan der AG ist bis auf weiteres ungefähr einmal pro Monat ein Menu auf der Baustelle zu servieren. Allenfalls werden später auch die Bewohner*innen zum Mitessen eingeladen.
Ein herzliches Dankeschön an all die engagierten Mitglieder! – Wer bei weiteren Kochaktionen mithelfen will, kann sich auf baustellenkueche@lists.warmbaechli.ch melden.

Gegessen wird im Erdgeschoss, ungefähr da wo dann mal die Wohnung 010 sein wird.
Heute gibt’s Lasagne
Im Schatten und mit einem leichten Brise ist von der Mittagshitze nichts zu merken.
Eine Köchin, der Geschäftsleiter und der Co-Präsident…
Abstand halten ist nicht schwierig im riesigen „Speisesaal“.

New York? New York!

In den nächsten Wochen werden die Treppenhauskerne 1 und 2 Stockwerk für Stockwerk wieder aufbetoniert. Letzte Gelegenheit, um auf der Baustelle nochmals die grossen Löcher zu fotografieren. Durch die vertikale Linienführung der vielen Baumstämme sind Perspektiven möglich, die an Hochhäuser aus entfernten Grossstädten erinnern.

Beim ersten Treppenhauskern im Bereich des alten Silos wird aktuell das Fundament verstärkt.

Beim zweiten Treppenhauskern sind die Arbeiten etwas weiter fortgeschritten. Hier ist die Decke über dem Kellergeschoss bereits fertig und nun werden die Wände des unteren Hofgeschoss vorbereitet.

Da kommen einige Kilos zusammen – dicker Bewehrungsstahl für die statische Ertüchtigung.

Was sonst noch passiert

Im 3. Untergeschoss (Kellergeschoss) sind bereits die Rampen erstellt, welche die durch die Aussteifung bedingten Niveauunterschiede überwinden.

Ebenfalls wird aktuell der Aussenlift betoniert. Erst danach kann die restliche Decke abgebrochen werden.

In den nächsten Wochen wird das Gebäude vollständig eingerüstet. Danach können die provisorischen Absturzsicherungen entfernt werden, um die Zugänge verbessern zu können. Dies ist mit einigen Herausforderungen verbunden, weil das Gerüst mit genügend Abstand erstellt werden muss, damit es dazwischen noch freien Platz hat für die neue Fassade. Ebenfalls braucht es eine Lösung, wie die vielen verschiedenen Balkone trotz Gerüst gebaut werden können. Vielleicht werden diese darum erst später gebaut – der Gerüstbauer tüftelt an einer Lösung.

Erste Betonarbeiten

Letzte Woche hatten wir das erste mal eine Begehung der Baustelle mit der Baukommission. Dies werden wir jetzt nach jeder Baukommissionssitzung – also monatlich – machen und ich werde danach jeweils einen kleinen Bericht für den Baublog verfassen.

Der zweite Kran ist da

Die Veränderungen auf der Baustelle sind nicht mehr so spektakulär in den letzten Wochen. Die grossen Rückbauten sind gemacht, die Betonarbeiten finden erst versteckt in den Untergeschossen statt. Im Vordergrund sieht man den zweiten Kran der Ende Dezember aufgestellt wurde. Da er auf der relativ weichen Aufschüttung steht, mussten für sein Fundament Bohrpfähle gesetzt werden. – Schon dafür braucht es Berechnungen des Bauingenieurs.

Die ersten Decken werden betoniert

Im Innenhof wurde die Aussenwand des zweiten UGs auf das Niveau des zukünftigen Aussenraums zurückgeschnitten und das Betonieren der Decken ist im Gang. Die Dimensionen der Gewerberäume und der riesigen Lichthöfe im 2. UG lassen sich schon gut erahnen (es gibt noch Gewerberaum zu vermieten!).

Das erste Treppenhaus ist unterwegs

Hier Blicken wir aus dem 3. UG in den Bereich des ehemaligen und zukünftigen Treppen und Liftschachts. Die Aussparung im Fundament für den Lift ist erstellt und der Aufbau des neuen Kerns ist im Gang.

Das zweite folgt bald

Blick aus dem 3. UG in den Bereich in dem die Silos standen. Am hinteren Ende sind noch zwei halbe Trichter zu erkennen durch welche die Kakaobohnen aus den Silos entnommen wurden. Die Trichter werden jetzt auch noch entfernt und dann wird auch hier der Aufbau der Betonstruktur beginnen.

Statische Ertüchtigung

Für die statische Ertüchtigung und um die Erdbebensicherheit zu gewährleisten wurden schon verschiedene bauliche Massnahmen umgesetzt. Dies sind z.B. ein partielles Aufbetonieren (dicker machen) der Fundamentplatte oder die neuen Treppenhauskerne, bei denen unser Gebäude mit neuen Wänden zusätzlich ausgesteift wird.

Aber am auffälligsten sind die neuen Betonsockel um einzelne Stützen im 3. Untergeschoss. Dies weil sie auch später sichtbar bleiben. Um und auf diesen Sockel werden sich dann vor allem Lagerflächen anordnen. Eine solide Basis für die noch zu bauenden Regale und andere kreative Lagerlösungen?

Abbruch altes Treppenhaus

Schon bald sind die Abbrucharbeiten beendet. Aktuell wird das alte Treppenhaus abgebrochen. Das sieht spektakulär aus, weil nun auch im Innern des Gebäudes ein grosses Loch entsteht. Und dann wird anfangs Januar noch der untere Teil des Silos abgebrochen.

Parallel dazu ist der Baumeister in den unteren Geschossen fleissig am betonieren. Es werden die ersten Räume und die Velorampe erkennbar.

Hier wird Anfang nächstes Jahr der neue Treppenhauskern betoniert.
Vorher muss der Bagger aber noch weiter am Beton knabbern…
…so wird diese Treppe nächste Woche verschwunden sein.

Abbruch Silo

Vom Silo ist der obere Teil komplett abgebrochen.

Neues entsteht im 2. Untergeschoss

Die Armierung für die Velorampe wird vorbereitet.
Hier entsteht ein Quartierraum. Die Wände links und rechts sind bereits neu betoniert.
Video

Unterwegs mit dem Bauleiter

Am 21. November trafen Tobias Willimann und ich (Hynek Bures) den Bauleiter Marco Kämpfer. Zusammen unternahmen wir einen Rundgang über die Baustelle.

Es ist unser erster Versuch mit der Kamera die Baustelle zu besuchen. Da können wir noch etliches besser machen. Wenn euch aber die Grundidee gefällt, dann wiederholen wir gerne die Aktion bald wieder.

Was haltet ihr davon?

Video

Abbruch Silo

Im November 2019 wird das alte Kakaobohnensilo der Chocolat Tobler komplett abgerissen. An seiner Stelle werden später die neuen Split-Level-Wohnungen entstehen. Da wir neue Geschosse betonieren müssen, nutzen wir die Gelegenheit und werden diese gegenüber dem Bestand mit normalen Raumhöhen bauen.

So werden ab Herbst 2021 die Bewohner*innen der grossen Kind & Kegel-Wohnung im Erdgeschoss (mit einer Raumhöhe im Bestand von 4.60m!) über eine Treppe einen halben Stock höher ins obere, als auch einen halben Stock tiefer ins untere Split-Level steigen können.

Im 1. und 2. Obergeschoss mit Raumhöhen im Bestand von noch je 3.60m werden etwas kleinere Split-Level Wohnungen gebaut. Hier werden die Bewohner*innen jeweils einen halben Stock höher oder tiefer steigen können.

Die Split-Level Wohnungen werden wir bestimmt in einem späteren Blogbeitrag genauer vorstellen. An dieser Stelle werden erst mal Impressionen den Abbruch gezeigt.

Schiebe den Slider nach links und rechts, um den Unterschied zu sehen.

Provisorische Stützen und neue Einblicke

Baumstämme um das Silo im 2. Obergeschoss.

Ein provisorischer Wald

Im Moment werden rund 140 Baumstämme rund um das Treppenhaus und das Silo über alle Stockwerke verteilt eingebaut, um das Gebäude während des Abbruchs zu stabilisieren. Ein solcher Baumstamm kann bis zu 20 Tonnen Gewicht aufnehmen. Das ist mehr als dem bestehenden Unterlagsboden zugetraut wird: dieser wurde im Bereich der Stützen entfernt, die Bäume wurden direkt auf der Betonplatte mit Keilen fixiert und das Loch mit Zement ausgegossen. So bleiben die Stämme auch bei den erwarteten Erschütterungen da wo sie hingehören.

Stadtbachkanal ist abgebrochen

Der Bagger mit der Beisszange zerkleinert Reste des Stadtbachkanals. Von oben hängt ein „Balkon“ ins Bild, welcher im 1. OG als Plattform für Schuttmulden diente.

Der hofseitige Vorbau der Güterstrasse 8, in welchem auch der ehemalige Kanal des Stadtbachs verläuft, wurde abgebrochen. Im Moment wird an einem Durchbruch weiter ins 3. UG gearbeitet, damit Material für erste statische Wände mit dem Kran eingebracht werden kann. Jetzt lässt sich schon die Dimension der Arkade im oberen Hofgeschoss und die Situation mit den Lichthöfen im unteren Hofgeschoss erahnen.

Blick aus dem 2. UG (Unteres Hofgeschoss) Richtung Hof. Die Lichthöfe werden fast zwei Stützenabstände lang und etwa doppelt so tief wie der Abstand von der Stütze zur äusseren Mauer.

Der Rückbau beginnt

Der Kies und die Isolation auf dem Flachdach sind abgetragen, im Hintergrund das eingerüstete Silo.

Es ist einige Zeit vergangen seit dem letzten Beitrag auf dem Baublog. Jetzt geht es aber wirklich los auf der Baustelle und wir werden regelmässiger berichten. Ich war heute auf der Baustelle, habe mit dem Bauleiter geredet, ein paar Fotos gemacht und nasse Füsse bekommen.

Das Titelbild auf dem Blog ist übrigens seit kurzem ein Livebild von der Baustelle! Die ISGH hat auf dem Gebäude der SBB an der Bahnstrasse eine Kamera installieren lassen. Hier gibt es zudem einen Zugang zu den Bildern mit Archiv.

Die Schadstoffsanierung geht weiter

Der kleine Riss im Vordergrund ist eine fachgerecht entfernte Fuge, die Asbest enthielt. – Davon sind in den Untergeschossen 2 km aufgetaucht.

Trotz intensiven Schadstoffuntersuchungen vor Baubeginn sind während den Rückbauarbeiten (natürlich) noch zusätzliche Materialien aufgetaucht, die im Labor untersucht werden mussten. Glücklicherweise hielten sich aber die negativen Überraschungen bis jetzt im Rahmen. In den Untergeschossen wurden Fugen im Beton gefunden, die Asbest enthalten. Deren Entfernung lässt sich jedoch nach diversen Versuchen und Abklärungen mit der Suva nun relativ einfach umsetzten. Es war sehr wichtig, eine einfache Lösung zu finden, es gab nämlich 2 km dieser Fugen in den Untergeschossen…

Die Eternitplatten, die das Silo einkleiden, müssen sorgfältig demontiert werden, da sie asbesthaltig sind.

Dass die Eternitplatten, welche das Silo verkleiden, asbesthaltig sind, war von Beginn an klar. Die Platten werden im Moment sorgfältig demontiert, auf Paletten gestapelt und fachgerecht entsorgt. Dafür musste das Silo extra eingerüstet werden. Das Gerüst wird danach wieder abgebaut, um den grossen Abbruchmaschinen Platz zu machen.

Abbrucharbeiten

Im 1. Obergeschoss sind die meisten Innenwände schon entfernt.

Während von aussen noch nicht viel zu sehen ist, wurde das Gebäude im Innern schon ziemlich leergeräumt. Fast alle Trennwände und Einbauten sind schon weg. Für das Wegbringen des Materials konnte sich der bestehende Warenlift ein letztes Mal nützlich machen. Der Warenlift und die grosse Lieferrampe vor dem Haus erleichtern die Logistik natürlich ungemein.

Im Erdgeschoss werden die Wände in Richtung des zukünftigen Innenhofs entfernt.

Im Moment beginnt der Rückbau der Fassade im Erdgeschoss, in den nächsten Tagen folgt der hofseitige Anbau mit dem ehemaligen Stadtbachkanal. Bis jetzt wurden nur Bauteile entfernt, die statisch keine Rolle spielen. Bevor das Silo und die Treppenhauskerne entfernt werden können, muss das Gebäude ausgesteift werden. In den Untergeschossen werden ab nächster Woche erste definitive Wände betoniert und die Obergeschosse werden mit Baumstämmen abgestützt. Mitte November wird einer der grössten Bagger der Schweiz angeliefert, um das Silo abzubrechen. Wir werden hier sicher davon berichten.

Vorbereitungen und Schadstoffsanierung

Vor dem Silo erhöht die Abbruchfirma das Terrain, damit ihre Maschinen das obere Ende des Silos erreichen können.

Aktuelles von der Baustelle

Vor gut drei Wochen haben die Arbeiten an der Güterstrasse 8 begonnen, noch sieht man keine grossen Veränderungen. Bevor es dann richtig losgeht mit dem Abbruch müssen verschiedene Vorbereitungsarbeiten gemacht werden:

Wasser und Strom für die Baustelle

Die Stromversorgung der Baustelle ist keine Kleinigkeit…

Als Vorbereitung der Abbrucharbeiten mussten Wasser und Strom im Gebäude ausgeschaltet und sämtliche Wasser- und Heizungsleitungen entleert werden. Für die Strom- und Wasserversorgung der Baustelle wurden Provisorien errichtet. Eine provisorische Stromversorgung in einem so grossen Gebäude ist natürlich ziemlich aufwändig. Im Treppenhaus und den Kellergeschossen musste zusätzlich auch noch eine provisorische Beleuchtung installiert werden und der grosse Warenlift wurde ebenfalls wieder in Betrieb genommen.

Schadstoffsanierung

Eine Schleuse mit vier Kammern und Dusche trennt den Bereich im EG in welchem asbesthaltige Böden entfernt werden müssen von der Aussenwelt.
Orange Tags: Bauarbeiter warnen vor Asbest
Alle anderen Farben: Sprayer markieren ihr Revier

In den Sechzigerjahren, als die Güterstrasse 8 gebaut wurde, wurde die Wunderfaser Asbest in allen möglichen Baustoffen verwendet. Mittlerweile ist bekannt das Asbestfasern für schwere Krankheiten verantwortlich sind. Solange die asbesthaltigen Bauteile nicht verändert wurden ging keine Gefahr von ihnen aus, für den Abbruch müssen sie nun aber unter grossen Sicherheitsmassnahmen entfernt werden. Asbest findet sich in unserem Haus in kleinen Bereichen in Bodenbelägen, Isolationen, Sicherungskästen, Abdichtungsfugen und im Fliessenkleber. Neben Asbest gibt es auch einige Bauteile welche mit Schwermetall und anderen Schadstoffen belastet sind. Wenn die Sanierung abgeschlossen ist haben wir ein „sauberes“ Gebäude für einen sicheren Umbau und eine Grundlage für ein gesundes Wohnklima in Zukunft.